Kurz gesagt #
Auf einen Blick: Openconsent ist die Einwilligungsverwaltung deines Auftritts: der Cookie-Hinweis, den Besucher beim ersten Aufruf sehen, und alles, was daran hängt. Openconsent blockiert Dienste, bis der Besucher zugestimmt hat, fragt in verständlicher Form nach, merkt sich die Entscheidung und gibt sie an die angeschlossenen Werkzeuge weiter. Du richtest es einmal ein — im Openconsent-Konfigurator — und fasst es danach nur an, wenn sich etwas an den eingesetzten Diensten ändert.
Diese Seite erklärt das Prinzip. Die einzelnen Bereiche behandelt jeweils ein eigener Artikel; die Übersicht steht unten.
Wo du das findest #
Hauptmenü: QOON → „Einstellungen“ → in der linken Spalte unter „Recht & Datenschutz“ → „Datenschutz & Cookies“
Der Konfigurator öffnet sich als eigene Vollbild-Ansicht. Du verlässt Central Control dabei kurzzeitig; über das Schließen kommst du zurück.
Voraussetzungen #
Du brauchst Inhaber-Rechte. Inhaltlich solltest du wissen, welche Dienste auf deinem Auftritt laufen — Statistik, Kartendienste, eingebettete Videos, Werbewerkzeuge. Diese Liste ist die eigentliche Vorarbeit; alles andere ist Einstellungssache.
Wozu das Ganze dient #
Wer eine Website betreibt, setzt in aller Regel Dienste ein, die Daten der Besucher verarbeiten — Statistik, eingebettete Videos, Werbemessung. Für die meisten davon braucht es eine Einwilligung, und zwar bevor der Dienst startet, nicht danach.
Daraus ergeben sich fünf Aufgaben, die Openconsent übernimmt:
Blockieren. Dienste, die eine Einwilligung brauchen, werden zurückgehalten, solange keine vorliegt. Das ist der Teil, den ein bloßer Hinweisbalken nicht leistet — ein Banner, das nur informiert, während im Hintergrund schon alles lädt, erfüllt seinen Zweck nicht.
Fragen. Der Besucher bekommt eine verständliche Auswahl: annehmen, ablehnen oder im Einzelnen entscheiden.
Merken. Die Entscheidung wird gespeichert, damit nicht bei jedem Seitenaufruf erneut gefragt wird.
Weitergeben. Angeschlossene Werkzeuge erfahren, was erlaubt ist und was nicht, und richten sich danach.
Widerrufbar halten. Der Besucher muss seine Entscheidung jederzeit ändern können — dafür gibt es ein dauerhaft erreichbares Bedienelement.
💡 Hinweis: Openconsent liefert die technischen Mittel. Welche Dienste du einsetzen darfst, welche Texte du verwendest und wie du deine Datenschutzerklärung formulierst, ist eine rechtliche Frage — dafür ist im Zweifel fachkundiger Rat die richtige Adresse. Dieses Handbuch beschreibt die Bedienung, nicht die Rechtslage.
Das Grundmodell: Kategorien, Dienste, Signale #
Drei Begriffe tragen die ganze Einrichtung. Wer sie einmal verstanden hat, findet sich in jedem Bereich des Konfigurators zurecht.
Kategorien #
Eine Kategorie ist eine Gruppe von Verwendungszwecken, über die der Besucher gemeinsam entscheidet. Ab Werk gibt es vier:
| Kategorie | Wofür | Vorausgewählt |
|---|---|---|
| Notwendig | Was ohne Alternative gebraucht wird, damit die Seite funktioniert | ja, nicht abwählbar |
| Funktional | Zusätzliche Funktionen und Komfort | nein |
| Statistik | Auswertung der Nutzung | nein |
| Marketing | Werbung und deren Messung | nein |
Der Besucher entscheidet über Kategorien, nicht über einzelne Dienste — es sei denn, du schaltest die feinere Auswahl frei.
Notwendig ist die einzige Kategorie, die nicht abwählbar ist. Genau deshalb gehört auch nur wirklich Unverzichtbares hinein; alles andere gehört in eine der übrigen drei.
Dienste #
Ein Dienst ist ein konkretes Werkzeug, das du einsetzt. Jeder Dienst gehört zu genau einer Kategorie und bringt mit, was der Besucher über ihn wissen soll: wer ihn anbietet, wozu er dient, welche Cookies er setzt und wie lange sie gelten, dazu ein Verweis auf die Datenschutzerklärung des Anbieters.
Diese Angaben sind kein Selbstzweck. Sie erscheinen in der Detailansicht des Hinweises und beantworten die Frage, die ein Besucher stellt, bevor er zustimmt: Was passiert hier eigentlich?
Signale #
Ein Signal ist die Auskunft, die ein angeschlossenes Werkzeug bekommt. Wenn ein Besucher Statistik erlaubt, aber Marketing ablehnt, wird genau das weitergereicht — die Werkzeuge schalten dann selbst um.
Der praktische Nutzen: Du musst nichts an deinen Auswertungs- oder Werbewerkzeugen einstellen. Sie richten sich nach dem, was ankommt.
Was du wissen musst, bevor du anfängst #
Openconsent ist ab Werk ausgeschaltet. Das ist Absicht: Ein Hinweis, der erscheint, bevor er richtig eingerichtet ist, richtet mehr Schaden an als keiner. Du konfigurierst also zuerst und schaltest dann frei.
Die Reihenfolge zählt. Erst die Kategorien festlegen, dann die Dienste eintragen und zuordnen, dann Aussehen und Texte, zuletzt einschalten. Wer mit dem Aussehen anfängt, macht die Arbeit zweimal.
Änderungen können erneutes Fragen auslösen. Wenn du später einen Dienst hinzufügst, der eine Einwilligung braucht, deckt die alte Zustimmung ihn nicht ab. Dafür gibt es einen Zähler, mit dem du bestehende Entscheidungen bewusst ungültig machst — behandelt im Artikel über Speicherung und Gültigkeit.
Testen gehört dazu. Ein Hinweis, der auf dem Handy den halben Bildschirm verdeckt oder dessen Ablehnen-Knopf nicht erreichbar ist, kostet Abschlussquote. Prüfe nach dem Einschalten auf einem echten Telefon, nicht nur am Rechner.
Die Artikel dieser Reihe #
| Artikel | Worum es geht |
|---|---|
| In Betrieb nehmen | Der Weg vom leeren Konfigurator zum eingeschalteten Hinweis, mit Testabnahme |
| Kategorien einrichten | Die vier Kategorien anpassen, umbenennen, ergänzen — und was in „Notwendig“ gehört |
| Dienste und Cookies pflegen | Dienste eintragen, einer Kategorie zuordnen, Cookies dokumentieren, Blockieren einrichten |
| Aussehen und Anordnung | Darstellungsform, Position, Farbgebung, heller und dunkler Modus |
| Widerruf und dauerhafter Zugang | Das Bedienelement, über das Besucher ihre Entscheidung ändern |
| Texte und Sprachen | Eigene Formulierungen, zweisprachiger Betrieb, automatische Sprachwahl |
| Signale an Werkzeuge | Weitergabe an Auswertungs- und Werbewerkzeuge, Umgang mit Browser-Signalen |
| Speicherung und Gültigkeit | Wie lange eine Entscheidung gilt und wie du erneut fragst |
Wer nur einmal einrichten will, kommt mit den ersten drei Artikeln aus. Die übrigen sind Nachschlagestellen.
Häufige Fragen (FAQ) #
Brauche ich das überhaupt? #
Sobald dein Auftritt Dienste einsetzt, die über das technisch Notwendige hinausgehen — Statistik, eingebettete Videos, Werbemessung —, ist eine Einwilligung erforderlich. Reine Formulare ohne solche Dienste sind ein Sonderfall; kläre ihn im Zweifel fachkundig.
Erscheint der Hinweis auch in meinen Formularen? #
Auf der echten Seite ja, in der Vorschau eines Formulars nicht. Wundere dich also nicht, wenn die Vorschau ohne Hinweis erscheint — das ist kein Fehler.
Schreckt der Hinweis Besucher ab? #
Ein schlecht gebauter ja. Entscheidend sind zwei Dinge: dass Ablehnen genauso einfach ist wie Annehmen, und dass der Hinweis auf dem Handy nicht den Inhalt verdeckt. Beides ist Einstellungssache und in den Artikeln zu Aussehen und Anordnung behandelt.
Was passiert, wenn ich einen neuen Dienst einbaue und Openconsent nicht anpasse? #
Dann läuft der Dienst entweder ungefragt mit — was das Problem ist, das Openconsent verhindern soll — oder er wird blockiert und funktioniert nicht. Trage neue Dienste ein, bevor du sie einbaust.
Kann ich die vier Kategorien ändern? #
Ja. Du kannst sie umbenennen, ihre Beschreibung ändern und weitere ergänzen. Eine Kategorie muss allerdings immer vorhanden sein — ohne mindestens eine lässt sich die Einrichtung nicht speichern.
Sehen Besucher, welche Cookies genau gesetzt werden? #
Ja, sofern du die Angaben bei den Diensten hinterlegst. In der Detailansicht kann der Besucher sie aufklappen. Diese Angaben zu pflegen ist Fleißarbeit, aber sie ist der Kern einer belastbaren Einwilligung.
Erste Hilfe bei Fehlern #
| Symptom | Mögliche Ursache | Lösung |
|---|---|---|
| Der Hinweis erscheint nicht | Openconsent ist noch nicht eingeschaltet. | Nach der Einrichtung freischalten — siehe In Betrieb nehmen. |
| Der Hinweis erscheint bei jedem Aufruf erneut | Der Besucher blockiert die Speicherung im Browser, oder es wurde noch nicht entschieden. | Im privaten Fenster gegenprüfen; siehe Speicherung und Gültigkeit. |
| „Mindestens eine Kategorie erforderlich“ | Alle Kategorien wurden entfernt. | Mindestens eine Kategorie anlegen, dann erneut speichern. |
| Eingebettete Videos bleiben leer | Der zugehörige Dienst ist blockiert und noch nicht freigegeben. | Dienst eintragen und einer Kategorie zuordnen — siehe Dienste und Cookies pflegen. |
| Die Auswertung zählt weniger Besucher als vorher | Ein Teil der Besucher lehnt Statistik ab. | Erwartbar und richtig; die Zahlen sind ab jetzt einwilligungsbereinigt. |
| Der Hinweis verdeckt auf dem Handy den Inhalt | Ungünstige Darstellungsform gewählt. | Andere Anordnung wählen — siehe Aussehen und Anordnung. |
